Psychotherapie für Kinder
In der Kindheit müssen in kurzer Zeit viele Entwicklungsaufgaben bewältigt werden. Kommen lebensweltliche Herausforderungen und Belastungen hinzu, kann das seelische Gleichgewicht gestört werden. Auch innere Konflikte und zu hohe Ansprüche können zu psychischer Auffälligkeit und körperlichen Symptomen führen. Psychotherapie kann in dieser Zeit ein Raum sein, der Kontinuität und Sicherheit bietet.
Kinder bringen innere Konflikte sowie Erlebtes meist im Spiel zum Ausdruck. Dieses kann bereits ein erster Schritt kindlicher Verarbeitung sein. Ich teile dem Kind als Therapeutin mit, wie ich es wahrnehme und wie ich das Dargestellte verstehe. Diese Spiegelung stärkt bzw. korrigiert das Bild des Kindes von sich Selbst. Selbstbewusstsein und Selbstverständnis werden so gestärkt. Je nach Entwicklungsstand sprechen wir auch über Gefühle und Beziehungsdynamiken, was ebenfalls zu mehr Bewusstheit über sich selbst und das soziale Miteinander beiträgt. Lösungsansätze des Kindes selbst beziehe ich mit in die Behandlung ein.
Hinzu kommt, dass Kinder häufig ihre Eltern mit eigenen Sorgen und Bedürfnissen nicht belasten wollen. Hier kann ich als Therapeutin als „Sprachrohr“ des Kindes dienen. Gemeinsam überlegen wir, wie eigenen Sorgen begegnet und Bedürfnisse mit den Eltern und anderen kommuniziert werden können.
Bei Therapien von Kindern spielen die Eltern eine wichtige Rolle. In den Elterngesprächen werden, unter Einbehaltung der Schweigepflicht, auch gegenüber dem Kind, Erkenntnisse aus den Stunden eingebracht. Auf der anderen Seite sind Informationen und Eindrücke der Eltern ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg, das Kind und dessen Symptome zu verstehen. Teils wirkt sich auch das Verhalten der Eltern ungewollt symptomverstärkend bzw. - aufrechterhaltend aus. Gemeinsam bemühen wir uns, die Dynamik zu verstehen und suchen nach Veränderungsmöglichkeiten und Lösungswegen.