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Psychotherapie für Jugendliche

Psychotherapie für Jugendliche

Das Jugendalter ist eine besonders spannende Zeit, die aber auch mit vielen Herausforderungen einhergeht. Das Finden der eigenen Identität: „Wer bin ich?“, „Wie möchte ich sein?“. Die Ablösung vom Elternhaus: „Was brauche ich noch von meinen Eltern?“, „Welches Verhalten finde ich vielleicht nicht richtig?“. Der Aufbau von Freundschaften und Liebesbeziehungen „Bin ich liebeswert?“ „Wie finde und lebe ich eine Partnerschaft?“
Hinzu kommt bei immer mehr Jugendlichen schulischer Stress und Leistungsdruck. Die Eltern treten als Instanz, die Grenzen setzt, immer mehr in den Hintergrund und es ist nun umso wichtiger, ein Gefühl für eigene Grenzen zu bekommen und für diese einzustehen. Darüber hinaus gibt es ganz individuelle Herausforderungen in den Lebensgeschichten von Jugendlichen, die zu mir kommen, z.B. Krankheit in der Familie; ein Geschwisterkind, das viel Fürsorge bedurfte, Trennung der Eltern; Umzug; Migration; Eltern, die ihren Kindern nicht die Fürsorge zuteilwerden lassen konnten, die sie gebraucht hätten; schlechte Erfahrungen mit Gleichaltrigen oder gar das Erleben von psychischer und physischer Gewalt.
Reichen die eigenen Bewältigungsstrategien nicht aus, kann es zu seelischen Symptomen kommen. Traurigkeit, die zunächst keinen Grund zu haben scheint, übermäßige Ängstlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, ein Gefühl von Leere, vermehrte Wut auf sich oder andere oder einen starken Fokus aufs Essen. All das können Gründe für den Beginn einer Psychotherapie sein.

In der Therapie hat man zunächst einmal die Möglichkeit, alles loszuwerden und mit meiner Unterstützung, ein wenig Ordnung in die Gedanken und Gefühle zu bringen. Dann geht es darum, das eigene Verhalten und Erleben zu verstehen und einzuordnen. Dabei werden Zusammenhänge klarer und bewusst. Dieses Bewusstwerden ist ein sensibler Prozess, der seine Zeit und eine gute und stabile Beziehung zwischen mir als Therapeutin und den Patient:innen bedarf. Dieser Prozess kann auch schon mal schmerzhaft und herausfordernd sein, ist aber oft auch befreiend und trägt zum eigenen Selbstverständnis: „Warum bin ich, wie ich bin?“ bei. Änderungsprozesse benötigen Mut und es ist teils schwer, alte Pfade zu verlassen, da Gewohntes oft leichter scheint, als neue Wege zu beschreiten. Bei all dem bin ich als Therapeutin da, um meine Patient:innen auf ihrem Weg zu begleiten.

Für Patient:innen ab dem 15. Lebensjahr, die nicht möchten, dass ihre Eltern Teil der Therapie sind, besteht die Möglichkeit, eigenständig einen Antrag auf Psychotherapie bei den Krankenkassen zu stellen. Hierbei unterstütze ich gerne, falls gewünscht.